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Longing for Trust / Über das Vertrauen in der Kunst

Near Highway 80 (undatiert), 2024, Sublimationsdruck auf Aluminium© Courtesy the artist and Pace Gallery

8. November 2026 bis 7. März 2027

Vertrauen wirkt als unsichtbare und verbindende Kraft in persönlichen Beziehungen ebenso wie in gesamtgesellschaftlichen Kontexten. Es ist eine elementare Kraft, die dort agiert, wo Wissen und Ungewissheit sich treffen; in privaten Gesten ebenso wie im Gefüge einer globalisierten Gesellschaft. In einer Zeit, in der soziale und systemische Gewissheiten zunehmend infrage gestellt werden, widmet sich die Ausstellung der Untersuchung dieses fragilen Phänomens durch die Perspektive der bildenden Kunst.

Der Fokus der Ausstellung liegt auf den spezifischen künstlerischen Strategien, mit denen Vertrauen thematisiert, eingefordert oder kritisch hinterfragt wird. Longing for Trust versammelt Werke internationaler Künstler*innen seit den späten 1950er Jahren, um ein Nachdenken über das Vertrauen, seine Voraussetzungen, Implikationen und Erscheinungsformen zu provozieren und dem gleichsam allgegenwärtigen und doch so spezifischen Begriff auf die Spur zu kommen. Die Kunst fungiert hierbei als Seismograf. Sie macht die Voraussetzungen und Brüche von Vertrauensverhältnissen erfahrbar, sei es im intimen Dialog zwischen Werk und Betrachter*in oder in der Auseinandersetzung mit politischen Macht- und Kontrollsystemen.

Die ausgewählten Kunstwerke laden dazu ein, Vertrauen nicht als statischen Zustand, sondern als einen dynamischen Prozess zu begreifen, dessen Notwendigkeit und Gefährdung in der zeitgenössischen Kunst immer wieder eine zentrale Rolle spielt.

Künstler*innen:
Abramović & Ulay, Alice Creischer, Thomas Demand, Gauri Gill, Hans Haacke, Martin Kippenberger, Koizumi Meiro, Lee Mingwei, Cristiana Cott Negoescu, Yoko Ono, Trevor Paglen, Paul Ramirez Jonas, Julia Scher, Shimabuku, Andreas Siekmann, Rajesh Vangad