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Eiszeithalle

Die Bottroper Eiszeitsammlung ist ein großes Lehrbuch der kaltzeitlichen Tierwelt und Gesteinsvielfalt.

Die Fossilfunde aus den Ablagerungen des letzten Eiszeitalters, das vor rund 2,6 Millionen Jahren beginnt, sind so umfangreich, dass sie in einem Anbau, der Eiszeithalle, präsentiert werden. Die Eiszeithalle wurde 1976 eröffnet und ist auch heute noch ein Alleinstellungsmerkmal des Museums.

Die Villa im Stadtgarten mit ihren Bottroper Glanzstücken und die Eiszeithalle bieten Raum für eine Präsentation zum Teil herausragender Sammlungsstücke. Die meisten Schaustücke wurden vom Gründungsdirektor Arno Heinrich in jahrelanger Tätigkeit zu einer der anerkannt bedeutendsten Sammlungen eiszeitlicher Fossilien zusammengetragen. Viele stammen aus Baustellen zur Erweiterung des Rhein-Herne-Kanals, der im Bereich von Bottrop durch das Emschertal verläuft.

In der Eiszeithalle finden sich neben Erläuterungen zu den verschiedenen Erdzeitaltern und den Ablagerungen der letzten Kaltzeit im näheren und weiteren Bereich von Bottrop natürlich die im doppelten Sinn großartigen Exponate.

Allen voran das gewaltige Skelett eines Mammutbullen auf seinen säulenartigen, geraden Beinen, aber auch viele weitere Spuren dieser eiszeitlichen Elefanten sind zu entdecken. Daneben gibt es das Skelett des Wollhaarigen Nashorns, eines der großen kaltzeitlichen Weidetiere. Raubtiere dieser Zeit sind Höhlenbären, die mit zwei beeindruckenden Exponaten vertreten sind, weiter finden sich Spuren von Löwen auf der großen in Europa einmaligen Bottroper Fährtenplatte. Verschiedene Paarhufer, Skelette und Einzelfunde erweitern das Gesamtbild. Ferner sind Hinweise auf Menschen aus den eiszeitlichen Ablagerungen auf der Empore in der Mitte der Halle ausgestellt.